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Qualitätsweine

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Geschichte

Bereits in den frühen 1930er Jahren fasste die Luxemburger Regierung den Entschluss, offiziell über die Qualität der einheimischen Agrar- und Weinbauprodukte zu wachen. Dies führte zu dem Gesetz vom 2. Juli 1932. Diese Maßnahme wurde getroffen, um dem Konsumenten neben der Herkunft der Produkte auch die Überwachung ihrer Qualität zu garantieren.

In diesem Sinne wurde 1935 die sogenannte “Marque Nationale” für den Luxemburger Wein durch ministeriellen Beschluss vom 12. März 1935 geschaffen. Die Zielsetzung bestand darin, dank der von dem Staat geschaffenen Kontrollen, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu gewährleisten. Die diesbezügliche Garantie ist ohne weiteres erkennbar und besteht in der Halsschleife oder heutzutage dem Rückenetikett mit der Aufschrift “Marque Nationale - Appellation Contrôlée”.

Die Bezeichnung “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” ist für den Verbraucher eine Garantie und besagt:

  • der Wein ist der Kontrolle des Staates unterstellt;

  • der Wein stammt aus dem Anbaugebiet der Luxemburger Mosel;

  • der Wein ist mit keinem ausländischen Wein verschnitten;

  • der Wein erfüllt die qualitativen Ansprüche der luxemburgischen Gesetzgebung und er wird den durch die Verordnungen der Europäischen Union angestrebten Qualitätsnormen gerecht. Die mit dem amtlichen Gütesiegel der Nationalmarke versehenen Weine müssen zwangsläufig in dem Anbaugebiet selbst hergestellt, auf Flaschen gefüllt und etikettiert worden sein.

Die analytische und organoleptische Kontrolle

Das Recht mit der “Marque Nationale” ausgezeichnet zu sein, erhält der Wein erst nach erfolgreichem Bestehen einer analytischen Untersuchung in dem Labor des Institut viti-vinicole und nach einer organoleptischen Prüfung durch die Experten der Kommission der “Marque Nationale”.

Diese Kommission wird von dem für den Weinbau zuständigen Minister für 3 Jahre ernannt. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Kellereigenossenschaften, des Weinhandels, der Privatwinzer, der Verbraucher, des Gaststätten-, Hotel- und Restaurationsgewerbes sowie der staatlichen Weinbaudienststelle. Wenn ein Winzer das Gütezeichen der “Marque Nationale” für seine Produkte erlangen will, so muß er einen diesbezüglichen Antrag stellen, in dem Weinjahrgang, Rebsorte, Herkunft, Volumen, Faß- und Codenummer aus dem Identifikationsregister angegeben werden.

Modernes Weinlabor

Zu diesen Angaben kommen für einen bereits auf Flaschen gefüllten Wein noch der natürliche Alkoholgehalt (in Grad Öchsle) sowie das Abfülldatum hinzu. Bevor die eigentlichen Prüfungen durchgeführt werden können, entnimmt ein Agent der Kommission in den Kellern des Antragstellers drei Proben von den betroffenen Weinen. Eine Probe ist für die analytische Untersuchung bestimmt, die zweite Probe dient der organoleptischen Prüfung und die dritte Probe wird für eine eventuelle Gegenprobe aufgehoben.

Qualitäts-Pyramide

Die 7 Experten der Kommission erteilen für jeden geprobten Wein eine zwischen 0 und 20 liegende Punktzahl. Bei mindestens 12 Punkten wird einem Wein die Qualitätsbezeichnung “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” zugestanden; bei weniger als 12 Punkten bleibt einem Wein jegliches offizielle Gütezeichen versagt.

  1. Ab 12,0 Punkte: Qualitätswein “Marque Nationale - Appellation Contrôlée”;

  2. Ab 14,0 Punkte: Qualitätswein “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” mit dem Prädikat “Vin classé”;

  3. Ab 16,0 Punkte: Qualitätswein “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” mit dem Prädikat “Premier Cru”.

  4. Ab 18,0 Punkte: Qualitätswein “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” mit dem Prädikat “Grand Premier Cru”.

Die Weine der Sorten Elbling und Rivaner, sowie die Verschnittweine ohne Sortenangabe, sind nur zur Qualtätsbezeichnung ‘Appellation Contrôléé mit dem Prädikat ‘Vin Classé’ zugelassen. Alle Rot- und Roséweine können nur zum Erhalt der Qualitätsbezeichnung ‘Appellation Contrôléée’ ohne Prädikat zur Prüfung angestellt werden.

Qualitätssiegel

Jede Flasche Wein mit der offiziellen Ursprungsbezeichnung “Moselle luxembourgeoise - Appellation Contrôlée”, muß eine Halsschleife oder ein Rückenetikett mit der Angabe “Marque Nationale - Appellation Contrôlée” tragen. Auf dem Hauptetikett muß dazu auch noch die amtliche Kontrollnummer vermerkt sein.

Qualitätssiegel



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